LISA: Laser-Interferometer im Weltraum

Was ist LISA?

LISA steht für Laser-Interferometer im Weltraum. Es handelt sich dabei um ein geplantes Weltraumobservatorium, das in den nächsten Jahren in Betrieb genommen werden soll. Das Ziel von LISA besteht darin, Gravitationswellen zu messen und zu untersuchen. Dabei handelt es sich um winzige Verzerrungen des Raums, die von sehr massereichen und beschleunigten Objekten erzeugt werden, wie etwa Schwarzen Löchern oder verschmelzenden Neutronensternen.

Wie funktioniert LISA?

Das LISA-Observatorium wird aus drei Raumsonden bestehen, die in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet sind und von Lasern miteinander verbunden werden. Die Laserstrahlen werden von einem Satelliten ausgesendet und von den anderen beiden empfangen. Auf diese Weise lässt sich die winzige Veränderung der Abstände zwischen den Satelliten messen, die durch Gravitationswellen verursacht werden. Um störende Einflüsse auszuschalten, wird LISA in einem extrem ruhigen Orbit um die Sonne angebracht.

Wissenschaftliche Ziele von LISA

Mithilfe von LISA sollen bisher unbekannte Aspekte der Physik untersucht werden. So können Gravitationswellen dazu beitragen, unser Verständnis von Raum und Zeit zu vertiefen. Darüber hinaus lassen sich mit LISA auch Aussagen über die Natur von Schwarzen Löchern und Neutronensternen treffen. Ein weiteres Ziel ist es, die Entstehung von Galaxien und die Rolle von Dunkler Materie und Dunkler Energie im Universum zu erforschen.

Beispiel: Wie LISA helfen kann, Gravitationswellen zu messen

Ein Beispiel für die Rolle von LISA bei der Messung von Gravitationswellen ist die Entdeckung von verschmelzenden Neutronensternen. Die dabei entstehenden Gravitationswellen sind wesentlich schwächer als die von Schwarzen Löchern, wodurch sie mit bisherigen Observatorien nur schwer zu messen waren. LISA ermöglicht es jedoch, diese Gravitationswellen deutlich genauer zu erfassen. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung von Neutronensternen sowie ihre Entstehung und Entwicklung ziehen. Insgesamt eröffnet LISA somit völlig neue Möglichkeiten in der Astronomie und Physik.