Hystereseschleife

Was ist die Hystereseschleife?

Die Hystereseschleife ist ein Messverfahren, welches in der Physik und Elektrotechnik Anwendung findet. Diese Schleife beschreibt die magnetischen Eigenschaften eines Materials, und zwar wie es auf ein sich änderndes magnetisches Feld reagiert. Die Schleife wird graphisch dargestellt und zeigt den Zusammenhang zwischen magnetischer Flussdichte (B) und magnetischer Feldstärke (H).

Wie entsteht die Hystereseschleife?

Die Hystereseschleife entsteht durch die magnetischen Eigenschaften des Materials. Wenn ein Material einem Magnetfeld ausgesetzt wird, richten sich die magnetischen Momente aus und es entsteht eine magnetische Flussdichte. Wird das Magnetfeld nun verändert, ändert sich auch die Flussdichte. Wird das Magnetfeld in die andere Richtung geändert, bleibt die Flussdichte jedoch nicht gleich, sondern folgt einer anderen Kurve. Diese Kurve nennt man Hystereseschleife.

Anwendungen der Hystereseschleife

Die Hystereseschleife hat zahlreiche Anwendungen in der Materialwissenschaft und Elektrotechnik, beispielsweise bei der Entwicklung von Elektromotoren, Transformatoren oder Magnetbändern. Auch in der Magnetometermessung ist sie von großer Bedeutung. Dort wird die Hystereseschleife verwendet, um die magnetischen Eigenschaften von Materialien zu bestimmen und so beispielsweise die magnetische Feldstärke zu messen.

Beispiel: Wie die Hystereseschleife in der Elektrotechnik genutzt wird

Ein Beispiel für die Nutzung der Hystereseschleife in der Elektrotechnik ist die Entwicklung von Elektromotoren. Hier ist es wichtig, dass der Motor einen hohen Wirkungsgrad hat und eine hohe Leistung erbringen kann. Die Hystereseschleife wird hierbei genutzt, um die magnetischen Eigenschaften des Motormaterials zu bestimmen und so die optimale Form des Motors zu entwickeln. Durch die Kenntnis der Hystereseschleife kann der Elektromotor so konstruiert werden, dass er eine hohe Effizienz aufweist und eine hohe Leistung erbringt.